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Zürich bezahlbar – 11 Tipps, wie du sparen kannst & eine Ode ans Stadtleben

Wie lebt es sich mit kleinem Gehalt in einer der teuersten Städte der Welt? Erstaunlich gut! Denn im Gegensatz zum weitverbreiteten Irrglaube ist Zürich bezahlbar. Klar, ein «Züri-Wasser», das Leitungswasser im Restaurant, kostet 3 CHF und eine Vorspeise ist meist teuerer als anderorts in der Schweiz ein Hauptgang.

Vergleicht man die Preise aber mit anderen Weltstädten von Format (Kopenhagen, London, San Francisco) wirken die hiesigen Speisekarten plötzlich nicht mehr überteuert, sondern normal. Zumal die Essensqualität in der Schweiz einfach hervorragend ist.

Zürich, die kleine Weltstadt ganz bezahlbar.

Aber wer in der Stadt lebt, geht ja auch nicht immer im Restaurant essen (zumindest wenn man aufs Budget schaut). Hier darum Tipps, wie das Stadtleben bezahlbar bleibt und einige Inputs, warum es sich rechnet, zentral zu wohnen. 

Stadt oder Land? Ökologisch ist der Fall klar. 

Im Schnitt wohnt ein*e Schweizer*in in der Stadt auf kleinerem Raum & fährt weniger Auto. →Der CO2-Ausstoss ist so auf jeden Fall kleiner. Aber für mich gibt es noch mehr Gründe, warum ich die Stadt als Wohnort dem Land vorziehe:

  • Die Stadt ist für den Alltag, die Natur zur Erholung. Lassen wir der Natur durch immer mehr Zersiedelung keinen Raum, kann sie nicht gedeihen. Wichtige Räume für Flora, Fauna und zuletzt auch für uns Menschen gehen verloren. Für die schnelle Naturerholung bieten alle Schweizer Städte schöne Pärke und leicht erreichbare Naherholungsgebiete. Wenn ich der Limmat entlang jogge sehe ich mitten in der Stadt Reiher & Raben. In meiner Siedlung wohnen Eichhörnchen und Füchse. Für Wochentage ist mir dies Natur genug. Gerade Naturliebhaber sollten in der Stadt (oder der nahen Agglomeration) leben, statt die Umwelt durch unnötige CO2-Belastungen und Neubauten in Schutzgebieten zu belasten.
Die Entwicklung der Zersiedelung in der Schweiz von 1960 zu 2010.

Diese beängstigende Grafik stammt aus dem lesenswerten Artikel «Wie die Schweiz zubetoniert wird – und was dagegen hilft» vom Beobachter.

  • Das Stadtleben rechnet sich. In der Stadt braucht es kein Auto, kein GA und ja, ziemlich sicher nicht Mal eine öV-Karte. Einfach mit dem Velo zur Arbeit fahren und schon spart man easy-peasy ein paar hundert Franken pro Monat!
  • In Städten pulsiert das Leben. Neue Trend, innovative Theaterinszenierungen, berührenden Konzerte, spannende Lesungen, fordernde Sportkurse, kulinarische Höhenflüge: Egal, nach was das Herz begehrt: Die Wahrscheinlichkeit, seine Interessen in der Stadt zu nähren, ist bedeutend grösser, als auf dem Land.
  • Man gewinnt Zeit. Und Zeit ist Lebensqualität. Statt nervenaufreibend zu pendeln, trifft man Freunde. Fehlt am Sonntag die Lieblingskonfitüre zum Brunch, kann man sie unkompliziert einkaufen gehen. Das Leben ist der Stadt ist entspannt, braucht weniger Vorausplanung und bietet Platz für Spontanität.

Geld sparen in Zürich

Ganz zu Beginn: Wer wirklich alle Ausgaben durchrechnet, merkt schnell, dass Zürich auch im schweizerischen Vergleich nicht abgehoben ist. Vielleicht sind die Mieten höher, dafür zahlt man deutlich weniger Steuern als anderorts.

Das ist eigentlich auch bereits einer meiner Hauptpunkte: Günstig Wohnen (bzw. günstige Fixkosten) sind das A und O für ein entspanntes Budget. Hier weitere Spartipps, aufgeteilt nach Kategorien:

Essen

  • In Zürich gibt es ganz easy Gratisessen: Einfach in einem der →Fairteiler gutes Brot holen. Manchmal gibt es auch Früchte und Gemüse. Wer sich zudem →im Verein engagiert, geht regelmässig Essen holen & spart so ganz schön viel Geld.
  • Bei der App →To Good To Go machen zahlreiche Zürcher Restaurant & Take-Aways mit. Wer gerne Abwechslung hat und keine Zeit zum Kochen hat, hat am Abend eine grosse Auswahl vergünstigter Speisen. Perfekt auch, um noch schnell ein leckeres Essen für den nächsten Mittag zu organisieren. 
  • Nur kaufen, was man braucht. Bei Kleinhaushalten ist es mit den Mengen manchmal schwierig und Lebensmittel gehen kaputt. Und Essen im Müll ist weggeworfenes Geld. Praktisch ist es deshalb, →unverpackt einzukaufen. Da kauft man nur, was gebraucht wird. Nichts geht kaputt oder wird im Schrank so lange vergessen, bis sich die Motten ansiedeln…
  • Ist man wirklich mal ganz knapp bei Geld, geht man raus auf die Grünflächen und sammelt sein essen. Im Frühling wächst an der Limmat & dem Uetliberg Bärlauch, im Frühsommer kann man →mit zahlreichen Blumen den Salat verfeinern und das ganze Jahr gibt es Brennnessel, die genau wie Spinat verarbeitet werden können. (→Hier ein Rezept für Brennnessel-Pesto.)

Sport

  • Joggen und Radfahren statt Fitnessstudio halten einem auch bei kleinem Budget fit.
  • In Zürich gibt es drei →Gratis-Outdoor-Fitness-Anlagen (keine Ahnung, wie die richtig genannt werden) – perfekt also, für gezieltes Training. Und →in diesem Beitrag werden die schönsten Outdoor-Trainingsplätze der Stadt vorgestellt.
  • Yoga bezahlbar! Es gibt erstaunlich viele Gratisangebote für Yoga oder einige, die nur 5 CHF oder eine kleine Spende kosten. Hier habe ich diese zusammengetragen (bitte schaut aber nochmals auf den jeweiligen Webseiten nach, ob die Angaben noch korrekt sind):
Bezahlbares Yoga in Zürich, ein Stundenplan.

Klick aufs Bild führt zum druckbaren Spreadsheet.

Kultur

  • Statt die grossen Kulturhäuser, kleine Veranstaltungen besuchen, die kosten meistens nichts oder weit weniger. Eine Event-Übersicht ohne Schnicknack biete →denkmal.org.
  • Der Eintritt für die beeindruckende Sammlung des →Kunsthaus Zürich ist am Mittwoch gratis.
  • Auf →Zürich unbezahlbar werden alle Gratis-Events und -Führungen der Stadt publiziert. 
  • Gute Bücher muss nach nicht besitzen. Die →Pestalozzi-Bibliotheken bieten ein grosse Auswahl und man kann sich für nur 40 CHF/Jahr jedes Mal zwei Bücher nach Hause nehmen.

Liebst du das Stadtleben auch? Hast du noch weitere Tipps zum Geldsparen – speziell für Zürich oder für eine Stadt allgemein?

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Zürich: 11 Tipps zum Geld sparen

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