Lebensart Wohnen

7 Vorteile einer kleiner Wohnung, Einrichtungstipps bei wenig Platz & Einblicke in mein Zuhause

Blick in 1-Zimmer-Wohnung

Blick ins Wohn-, Schlaf- & Arbeitszimmer.
Die Wand-/Deckenfarbe ist die Farbe Palermo von Jumbo.

Auf Pinterest und Instagram ist das Tiny House Movement und Minimalismus das neue Jetset, doch so chic und praktisch die umgebauten Pool-Häuschen, Wohnwagen und Dachstöcke aussehen, so unrealistisch sind sie für viele von uns. 

Viel erreichbarer sind kleine Wohnungen und WG-Zimmer. Ausser der Instagrammability bieten sie fast die gleichen Vorzüge. Ich jedenfalls fühle ich mich bei in meiner 1-Zimmer-Wohnung wohl – und trotz der Isolation in diesem Frühling, fällt mir immer noch nicht die Decke auf den Kopf. Tauschen möchte ich nicht, finde ich die Vorteile von kleinem Wohnraum gegenüber einer grossen Wohnung doch je länger je überzeugender:

7 Vorteile einer kleine  Wohnung

  1. Das Offensichtliche zuerst: Mit weniger Platz häuft man automatisch weniger Zeugs an. Ich bin selber immer wieder überrascht wie viel sich im Schrank und in Schubladen sammelt, und bin ehrlicherweise froh, nicht noch mehr Stauraum zu haben. Sonst wäre ich ja nur noch noch am Aufräumen & Aussortieren…
  2. Kleine Wohnungen und WG-Zimmer sind günstiger als grössere Wohnungen. Das so gesparte Geld kann man entweder langfristig anlegen (und sich so immer wie freier fühlen) oder brauchen, um das Leben in vollen Zügen zu geniessen. Ich persönlich nutze das gesparte Geld als eine Mischung, einerseits zum Reisen, Essen gehen, aber auch als Zustupf bei der Altersvorsorge.
  3. Mein persönlicher Lieblingsgrund für kleinen Wohnraum? Weniger Raum = weniger zu putzen. Ich mag es gerne aufgeräumt und sauber, Putzen ist aber so gar keine Leidenschaft von mir. Darum ist die kleine Wohnung perfekt. In 5 Minuten ist sie komplett gestaubsaugt, gründlicheres Schrubben inkl. Bad braucht maximal 30 Minuten. Da kann sogar ich mich aufraffen.
  4. Durch den beschränkten Platz fokussiert man automatisch auf das, was einen wichtig ist. Will ich eine grosse Bibliothek oder Platz für die Yoga-Matte? Einen Schreibtisch oder einen Schminktisch? Einen antiken Holztisch für viele Gäste oder ein bequemes Sofa zum Chillen? Eigentlich will man alles – aber braucht man auch alles? Wahrscheinlich nicht. Durch diese Entscheidungen lernt man sich selber besser kennen und richtet sich seine Wohnung schliesslich zu 100 % nach den eigenen Bedürfnissen ein. 
  5. Eine kleine Wohnung zwingt einen zur Ordnung. Es gibt kein Chaos-Zimmer und weil das ungemachte Bett von überall gesehen werden kenn, bettet man jeden Tag. Das ist einerseits nervig, anderseits wird das Aufräumen so zur Gewohnheit und man investiert plötzlich nur noch wenige Minuten pro Tag statt viele Stunden pro Monat fürs Ordnungsmachen. 
  6. Da man weniger Platz für Möbel hat, kann man für die paar, die man kauft, mehr Geld ausgeben. Schliesslich ist ein kleiner Esstisch mit zwei Stühlen automatisch günstiger als ein grosser Tisch mit 6 Stühlen und ein kleines Sofa kostet weniger als eine ganze Loungelandschaft. So kauft man plötzlich echte Lieblingsstücke statt die einzige bezahlbare Möglichkeit. 
  7. Kleine Wohnungen lassen einen kreativ werden. Wie kann ich noch einen Schreibtisch integrieren, ohne dass es zu voll aussieht? Wie präsentiere ich Ferienerinnerungen, ohne dass die Wohnung zugemüllt aussieht? Wo finde ich Platz für ein zusätzliches Duvet für Gäste… Die Fragen und Lösungen sind so individuell wie wir und unsere Leben. Das spiegelt sich dann auch in der Wohnung wieder, die zwar klein aber eben und insbesondere auch fein aussieht. 
Kleine, helle Küche mit IKEA Knoxhult und den hellblauen Stühlen Walker von House Doctor

Die kleine Küche ist hell und nutze ich auch als Home-Office. Die Wand aus IKEA-Knoxhult-Elementen schafft preiswert dringend benötigten Stauraum.

Auch der kleine Ausziehtisch ist von IKEA (gibt es nicht mehr, ähnlich), die Stühle sind das Modell Walker in Army Green von House Doctor (nicht mehr käuflich).

Home Office mit Flugzeug-Trolley, Plexiglas-Möbeln und IKEA Besta

Links: Das kleine Pult und der Stuhl integrieren sich dank der transparenten Materialien. Pult: IKEA ; Stuhl: Impressionen (nicht mehr erhältlich, wie so vieles, habe ich ihn schon seit Jahren. Gut zu sehen in meiner WG-Roomtour) ; Kissen: PacificoHome (nicht mehr im Sortiment); Korpus: Swiss.

Rechts: Statt grosser Raumteilung habe ich mich für das praktische IKEA-Besta entschieden, welches Stauraum & Platz für Pflanzen bietet, aber auch als Sitzgelegenheit genutzt werden kann.

Im Hintergrund sieht man den Flur mit dem Schuhschrank von Möbel Pfister (nicht mehr erhältlich) und dem zweiten Anstrich im Korallenton.

Meine persönlichen Einrichtungstipps

  • Keine Angst vor grossen Möbel
  • Abgrenzung der Wohnräume geht auch nur optisch
  • Helle Farben und leere Flächen lassen den Raum grösser wirken
  • Praktische Möbel in Kombination mit Designer-Stücken
  • Farbliche Highlights durch die ganze Wohnung ziehen
  • Sich gut überlegen, was man braucht und dann so lange suchen, bis man es wirklich findet
  • Statt Kitsch Pflanzen und Kerzen als Wohn-Accessoires
  • Hochwertige Wohntextilien schaffen einen Hauch Luxus
  • Die Wohnung so lange optimieren, bis man zu 100 % glücklich ist
  • Nicht auf Trends sondern auf Langlebigkeit setzen
  • Augen auf bei der Wohnungswahl! Ein guter Grundriss ist das A & O und Böden, Bad und Küchenausbau sollten den eigenen Ansprüchen genügen
Lieblingsplatz: FREISTIL 185 von Rolf Benz in Grau

Das Sofa FREISTIL 185 von Rolf Benz (in der Schweiz zu kaufen bei Möbel Pfister) kann man individuell konfigurieren.

Korallenfarbe an Wand und Decke als Highlight in kleiner Wohnung

Links: Der Spiegel ist von Interio (alt), Pouf von Westwing (alt) und der Couchtisch ein Erbstück.

Rechts: Der Bettrahmen ist das
Modell Alsea von Reseda, Bettwäsche von #LaVie und storyfabrics. Die Stabelle (Holzstuhl) war ein Geschenk.

Balkon-Upgrade mit IKEA Runner Bodenplatten und einer selbstgestrichenen Bananenblatt-Wand

Meine Balkon ist meine Wohlfühloase! Darum habe ich auch einiges an Zeit investiert, um aus der Blockwohnung mit billigen Materialien was Hochwertiges herauszuholen.

Die Bananenblatt-Wand habe ich selber gestrichen (hier das Tutorial) und die Bodenplatten Runner von IKEA* zusammen mit meinem Papa verlegt (mehr im entsprechendem Instagram-Highlight).

* Ikea hat mich bei der Umsetzung dieses Projektes mit einem Einkaufsgutschein grosszügig unterstützt.
Vielen Dank an dieser Stelle!

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1-Zimmer-Wohnung: glücklich mit wenig Platz

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