Costa Rica Lateinamerika Reisen

Peninsula Osa: Costa Ricas paradiesisch-wilde Halbinsel

frischer Fruchtsaft im Bosca Y Mar, Drake Bay, Costa Rica

Eines der Highlights von unserer ganzen Reise war Drake Bay, ein kleiner Ort auf der Halbinsel Osa. Im «Bosca Y Mar» einen Smoothie trinken, dabei zahlreiche Aras am Himmel beobachten und ihren unmelodiösen Gekrätze zuhören – unbeschreiblich!

Nach →Alajuela, Manuel Antonio & Uvita war die Peninsula Osa unser letzter Halt in Costa Rica. Und diese wilde Halbinsel ist definitiv eine Reise Wert!

Drake Bay ist nur via Boot ab Sierpe erreichbar. Dorthin gelangt man mit einem Taxi oder kleinem Collectivo von Palmer Norte, wo es Busse in alle Richtungen hat. Die Bootsfahrt von Sierpe nach Drake Bay führt durch wilde Mangroven und ist bereits ein Erlebnis für sich. Im Fluss hat es auch Krokodile, wir sahen eines bei der Rückfahrt an der Anlegestelle. Also Vorsicht und keine Hände ins Wasser! In Drake Bay ankert das Boot dann nicht etwa an einem Steg, sondern einfach am Strand. Man steigt im Wasser aus, also entsprechende Schuhe bzw. Flipflops anziehen, die entweder nass werden dürfen oder man unkompliziert ausziehen kann.

Am Strand warten bereits Jeeps, die einen zur reservierten Unterkunft bringen. Wie hatten diese nicht bestellt und auch nichts für die Fahrt bezahlt. Meine Theorie ist, dass diese der Kapitän organisiert (er fragte nämlich, wo wir übernachten würden) und dieser Kurztransport im Schiffspreis eingerechnet ist. Wir waren ganz froh über den Abholservice – unsere Unterkunft →Cabinas Manolo war zwar nicht weit weg vom Strand (und das Preis-Leistungs-Verhältnis wirklich gut), aber bei über 30 Grad Hitze einen Hügel hochzulaufen, macht einfach keinen Spass.

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Der Strand von Drake Bay, Costa Rica

Der schöne Strand von Drake Bay

Corcovado Nationalpark

Drake Bay (Bahía Drake) ist der ideale Ausgangspunkt für Touren nach Corcovado, dem wilden Herzen Costa Ricas. Mehr als die Hälfte aller Tierarten des Landes leben dort. Ein Teil des Urwalds ist mehrere Tausend Jahre alt, der andere Teil nur 45 Jahre. Beide kann man mit geführten Tagestrip entdecken. Wir haben entschieden, den jungen Wald zu besuchen. Da sieht man mehr Tiere, im alten Dschungel besteht dafür die Chance, Jaguare zu beobachten.

Zum Corcovado kommt man nur mit Guide. Hat man Glück (wie wir), weiss der auch viel zu erzählen. Highlight dieses Trips waren die zwei wild-flirtende Tapire und ein Klammeraffe, welcher versuchte uns mit Schreien und grossen Gesten aus seinem Revier zu vertreiben. Auch der Tukan war eine stolze Erscheinung.

Vogel im Corcovado Nationalpark, Halbinsel Osa, Costa Rica
Üppige Faune im 45-jährigen Corcovado Nationalpark, Halbinsel Osa, Costa Rica

Die üppige Natur im erst 45-jährigen Dschungel

Aggressiver Klammeraffe verteidigt sein Revier, Corcovado, Costa Rica

Ein Klammeraffe verteidigt sein Revier

Einzigartiger Käfer auf der Halbinsel Osa, Costa Rica

Tauchen bei der Insel Caño

Aber nicht nur der Corcovado ist ein Besuch wert, sondern auch andere Touren sind interessant. So gilt das Naturschutzgebiet um die Insel Caño zu den schönsten Schnorchel- und Tauchplätze Costa Ricas. Klar, haben wir erwartungsvoll Tauchgänge gebucht und wurden… etwas enttäuscht. Wir sahen zwar ein paar coole Sachen (u. a. Weiss-Spitzen-Riffhaie, einen Oktopus und einen knallpinken Dornenkronenseestern), aber unsere Messlatte ist nach dem Tauchparadies Indonesien und den schönen Korallengärten Roatáns wahrscheinlich einfach zu hoch.

Kugelfisch vor der Insel Caño, Costa Rica

Eine Begegnung mit dem süssen Kugelfisch ist immer eine Freude!

Weiss-Spitzen-Riff-Hai bei der Insel Caño, Costa Rica

Zudem kann ich das Diving Center Drake Diver, welches der Lonely Planet angibt, nicht weiter empfehle. Das Equipment war zwar in Ordnung, der Dive Master aber uninteressiert und die Verpflegung wirklich schlecht.

Nachtwanderung um Drake Bay

Ein Highlight für mich war die Nachtwanderung rund um Drake Bay. Ein sehr kompetenter Guide führte uns in den dunklen Abendstunden durch den Wald neben des Ortes und erklärte, was wir sahen, und gab Tipps zum Entdecken der Tiere. Es war ein richtiges Gruselkabinett! Schlangen, Tarantel und – das vielleicht hässlichste Tier, das ich je sah – Skorpionspinne liessen mich erschaudern. Auch die sich häutende Kakerlake kann ich nicht als Schönheit bezeichnen.

Nachtwanderung um Drake Bay: Schlange & Tarantel

Wildes Gruselkabinett

Auf der lieblicheren Seite standen die zahlreichen Frösche (wobei einige davon giftig sind), die Basiliken, ein schlafender Vogel und die riesigen Heuschrecken. In der Nacht eröffnet sich einen eine völlig neue Tierwelt, sie zu entdecken ist ein Muss in Drake Bay!

Rotaugenlaubfrosch Costa Rica

Der Rotaugenlaubfrosch ist ein Symbol von Costa Rica

Grosser Basilisk bei Nachtwanderung entdeckt, Drake Bay

Oben: Grosser Basilisk, unten: kleine Basilisken

Zwei junge Basilisken bei Nachtwanderung entdeckt, Drake Bay

Spaziergang zu einsamen Stränden

Von Drake Bay führt ein kleiner Wanderweg der Küste entlang Richtung Corcovado. Der Weg ist, zumindest so weit wir ihn gingen, gut begehbar und sogar ausgeschildert. Die einsamen Strände laden zum Entspannen, Baden & Schnorchel ein – hätte uns nicht jemand von den Bullhaien erzählt, die sich manchmal um die Insel rumtreiben. Das ausgiebige Planschen liessen wir also sein, die Wanderung durch die üppige Natur war trotzdem wunderbar!

Einsame Strände bei der Peninsula Osa, Costa Rica

Traumhafte Strände (oben) & fantastische Fauna (unten)

Exotische pinke Blume, Drake Bay, Costa Rica

Weiter ging unsere Reise nach Panama. Der Bericht zum Grenzübertritt folgt bald. Willst du diesen und die weiteren Reise-Post nichts verpasst, →abonniere doch einfach alle meine Reise-Posts als Newsletter!

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Peninsula Osa: Costa Ricas wildes Herz
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