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Höji Sulegg: Panorama-Blick auf Eiger, Mönch & Jungfrau und auf den Thuner- und Brienzersee.

Eine wunderschöne, aber auch anstrengende Wanderung ist via Lobhornhütte zum kleinen Sulssee und von dort hoch hinauf auf den Grat Höji Sulegg.

Aufstieg zur Höij Sulegg

Wer den Aufstieg auf die Höij Sulegg wagt, wird mit einem grandiosen Panorama belohnt.

Bereits die Wanderung zur Lobhornhütte ist ein Augenschmaus. Das Dreigestirn Eiger, Mönch & Jungfrau sitzt einem fast zum Greifen nah im Rücken, man meint auf Augenhöhe mit diesen thronenden Bergen zu sein. Was natürlich nur der Distanz geschuldet ist – trotzdem: Das Postkartensujet beeindruckt auch mich immer wieder, obwohl (oder gerade weil?) ich mit Blick auf diese Schneeberge aufgewachsen bin…

Doch auch dieser Seite des Tals, wo wir wandern, bietet die Natur viel Schönes. Nach dem ersten Teil der Wanderung durch den Wald folgt ein pittoresker Abschnitt über eine Bergwiese, die von einem plätschernden Flüsschen bespielt wird; zu unseren Linken erheben sich mächtige Felswände.

Wanderung zur Lobhornhütte

Der schöne Weg zur Lobhornhütte

Bald biegen wir links ab, die letzten Tännchen bewachsen mächtige Felsbrocken und Rahmen das gegenüberliegende Bergpanorama wie ein Gemälde. Die erste Pause bei der Lobhornhütte ist wohlverdient und erholsam. Wer mag, kann hier auch übernachten und so der Wanderung etwas die Strenge nehmen. So oder so ist die zweite Pause ein paar Meter hinter der Lobhornhütte beim Sulssee ein Muss. Der klare Bergsee spiegelt die stotzigen Berge, im Hintergrund hat es einen Wasserfall. Wir erahnen den Grat, auf welchen wir hochsteigen wollen.

Wanderung zur Lobhprnhütte mit Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau

Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau

Am hübschen Sulssee lässt sich entspannen…

Erfrischt und gestärkt machten wir uns auf den steilen Aufstieg bis zum Grat Höji Sulegg. Fast verpassten wir eine Abzweigung links über dem Sulssee. Ab hier gibt es nämlich zwar noch einen Weg auf den Grat rauf, doch ab dort waren wir eher freestyle unterwegs. Das war soweit auch kein Problem, auf dem Grat gibt es einen Weg und der Abstieg über die steilen Wiesen sind mit einer gesunden Portion Vorsicht gut zu meistern. Die Karte zeigt grob, welchen Weg wir in etwa gegangen sind:

Die blaue Linie zeigt den normalen Aufstieg, die grüne den freestyle Teil bis wir wieder auf den roten Wanderweg trafen und von dort bald wieder den gleichen Weg runtergingen, wie wir hochgewandert sind.

Die Aussicht auf den Grat ist wirklich atemberaubend und wirklich jede Anstrengung wert! Der Blick schweift vom blauen Thuner- zum türkisfarbenen Brienzersee, beide umarmt von stolzen Bergen. Weiter geht der Blick über die hohen Berner Alpen – natürlich Eiger, Mönch & Jungfrau dominieren auch hier – und weiter zu den Lobhörnern, welcher wie abstrakte Kronenzacken den Grat zieren. Weiter schweift der Blick ins Saxetental und darüber hinaus zur Walliser Bergwelt.

Panorama Höij Sulegg
Aussicht von Höij Sulegg auf den Brienzersee

Das Panorama von der Höij Sulegg ist einfach wunderbar!

Der Anblick ist eigentlich nicht zu toppen, oder doch?! Was war das? Wie ein Schatten gleitet ein stolzer Bartgeier an uns vorbei, lässt sich von der Thermik aus dem Tal hoch über unsere Köpfe tragen. Dieser grösste Alpenvogel beeindruckt, unterstreicht mit Leichtigkeit die Schönheit und Macht der Natur.

Bartgeier über dem Thunersee

Ein Bartgeier kreist über uns hinweg.

Wir geniessen die Aussicht und wandern dann dem Grat entlang. Der Blick wandert immer wieder von den Lobhörnern hin zu den zahllosen Berggipfel und wieder zurück.

Gratwanderung Höij Sulegg
Blick auf die Lobhörner

Der Abstieg zieht sich, doch die Bergwelt mit ihren rohen Felsen, tanzenden Schmetterlingen und zarten Blumen verzaubert und belohnt mehr als genug für die sportlichen Strapazen. Für mich ist klar, die Wanderung auf den Höji Sulegg ist ein Highlight dieses Bergsommers!

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Wanderung: Lobhornhütte – Höji Sulegg
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