Lebensart Nachhaltigkeit

7 Taten, mit denen du die Welt zu einem besseren Ort machst

do something great

Wenn du mir vor zwei Jahren gesagt hättest, dass ich aktiv dazu beitragen soll, die Welt zu verbessern, hätte ich nur mit den Schultern gezuckt. «Ich schaue zu mir,» hätte ich geantwortet, «und wenn dies jeder macht, ist für jeden gesorgt.» Eine Meinung, die viele in der westlichen Welt teilen. Und auch wenn es stimmt, dass es bereits viel hilft, zu sich zu schauen und niemanden zur Last zu fallen, reicht dies leider nicht aus, damit sich die Gesellschaft weltweit zum Positiven entwickelt (sprich Gleichberechtigung, faire Arbeitsbedingen, keine Kinderausbeutung, Meinungsfreiheit etc.) oder die Zerstörung der Natur zu stoppen.

Klar, angesichts dieser Herkulesaufgaben ist es eine berechtigter Einwand zu fragen, ob denn die Taten eines Einzelnen wirklich irgendwas für irgendwen verbessern können. Und hätte ich auch hier früher mutlos mit den Schultern gezuckt, bin ich heute überzeugt, dass wir es versuchen müssen! Was ist denn auch die Alternative? Ein zerstörter Planet, verhungernde Völker und Regierungen, die Bürger unterdrücken – wollen wir das wirklich einfach so hinnehmen?

Taten für eine schöne Welt

Ein trotziger Einwand ist auch, dass es ja die Generation unserer Eltern war, die uns in diese Schei**e reingeritten hat. Sie habe den masslosen Konsum für uns entdeckt, angefangen auf Kosten kommender Generation zu leben und die Märkte so verrückt spielen lassen, dass heute die ganze Welt als einzige, globale Fabrik fungiert. Dann sollen sie die Weltprobleme gefälligst auch lösen.

Na, funktioniert ja wunderbar! Während wir Jungen, wir Frauen und viele Minderheiten in den westlichen Demokratien aus Frust und Gleichgültigkeit nicht wählen, kommen Hobbyhelden an die Macht, die lieber mit Angst statt mit Lösungen & Fakten politisieren. Kein Wunder setzten diese auf eine glorifizierte Vergangenheit statt sich aufgeschlossen und innovativ den Herausforderungen zu stellen. Melancholische Nostalgie nützt aber niemanden, wir leben jetzt und entscheiden mit unserem Handeln, ob es eine lebenswerte Zukunft geben wird oder nicht.

Genau darum braucht die Welt dich! Jemand, der die Augen aufmacht und sich fragt: Was kann ich tun? Und da du und ich in einer stabilen Demokratie leben, haben wir den Luxus, uns ohne Angst vor Repression engagieren zu können. Ein Privileg, das es zu nutzen gilt! Genau wie unsere Kaufkraft und die grossartige Möglichkeit, sich schnell & umfassend informieren zu können.

Seit etwas zwei Jahren bin ich mir dieser Chancen bewusst. Und auch wenn ich weit weg vom vorbildlichen Leben bin, entdecke und nutze ich immer wieder neue Möglichkeiten, Kleines & Grösseres für eine freudige Zukunft zu machen!

Einige der Vorschläge sind klein, Aktivitäten, die in ein paar Minuten gemacht sind. Andere sind grösser, brauchen Commitment und den Willen, an sich und seinen Gewohnheiten zu arbeite. Ob du ein paar Vorschläge oder nur einen umsetzt: Jeder Schritt, jede Tat zählt! Ohne Veränderung gibt es nämlich kein happily ever after…

7 Taten für eine bessere Welt

1. Kaufe nachhaltig

Such dir erstmal einen Bereich aus, bei welchem du gerne ethischer und ökologischer agieren möchtest und setzt dies dann um.

Einfacher als du denkst ist dies bei Mode: generell weniger und wenn, dann fair oder Second Hand. Hier ein paar Beiträge zur Inspiration

Wahnsinnig wirkungsvoll ist ein Anpassen der Ernährung.Weniger tierische Produkte, mehr Regionales & Bio. Essen tut man jeden Tag, da lohnt es sich also, genauer hinzuschauen. Zusätzliches Plus: Eine nachhaltige Ernährung ist auch für deine Gesundheit besser.

Ist das nachhaltige Einkaufen in einem Bereich zur Gewohnheit geworden, widme dich dem nächsten.

2. Schreibe Briefe & unterstütze dadurch Menschen in ihrem Kampf für ein eine bessere Welt.

Bei Amnesty International gibt es →jeden Monat Vorlagen für Briefe. Und diese nützen wirklich was, wie zahlreiche Erfolgsgeschichten belegen. Einfach einen E-Mail-Alert einrichten und die Briefe jeden Monat verschicken.

Urgent Actions Amnesty International

3. Kaufe weniger

Die meisten Produkte, welche wir kaufen (egal ob Kiwis oder Kopfhörer) werden mit dem Frachtschiff um die Welt transportiert. Und →Frachtschiffe sind das dreckigste Transportmittel überhaupt! Es hilft es also schon viel, weniger zu kaufen. →Ich kaufe 10 Dinge nicht mehr.

Alternativen zum Kauf von Neuwaren sind:

Verzicht // Kauf von Second Hand // Tauschen // Selbermachen // Ausleihen // Upcyclen von Bestehenden

4. Nutze öV & Velo statt Auto

In der Schweiz verursacht der Autoverkehr Kosten in der Höhe von acht Milliarden Schweiz. Durch Luftverschmutzung, Bodenbelastung oder Überbauung. Zum Vergleich: Der Flugverkehr verursacht Kosten von einer Milliarde. Diese hohen Belastungen durch den Autoverkehr sind in einem kleinen, mit öV gut erschlossenem Land wie der Schweiz einfach unnötig.

Klar, man muss sich nach Fahrzeiten richten und bei Regen Velo zu fahren braucht vielleicht etwas Überwindung, aber die Zeit im öV kann genutzt werden und wer Velo fährt, tut nebenbei etwas für die Gesundheit und gute Laune.

5. Mache Freiwilligenarbeit

Als ich mich das erste Mal mit diesem Thema auseinandersetzte, war ich erstaunt wie viele verschiedene Bereiche und Projekte es gibt, wo freiwillige Helfer*Innen gesucht werden.

Google einfach mal nach Freiwilligenbarbeit plus Name deiner Stadt und klick dich durch die Angebote. Bestimmt findest du was, was deinen Fähigkeiten, Zeit & Leben entspricht. Ich wollte nach einer ersten Suche bereits aufgeben — die meisten Angebote sind nämlich regelmässig Einsätze. Etwas, was mit meinem Job leider unmöglich vereinbar ist. Schliesslich bin aber doch fündig geworden & engagiere mich jetzt für zwei Sachen, die mir viel Spass machen: Im Tandem helfe ich beim Ankommen & Deutschlernen in Zürich und bei einer →Umweltwoche im Herbst gehe ich Trockenmauer bauen.

6. Werde Vegetarier*in

Rind mit Herz auf Stirn

Der Konsum von tierischen Produkte ist ein riesengrosses ökologisches Problem. Während vegan sein der konsequente, ökologische & ethische Weg wäre, ist dies nicht einfach umzusetzen. Der Verzicht auf Fleisch ist aber auch beim Reisen kein Problem und stösst höchstens bei Freunden & Familie auf doofe Sprüche.

7. Unterstütze politische Initiativen & Petitionen, die sich für eine lebenswerte Zukunft einsetzen

Klar, bei Abstimmungen das richtige An- bzw. Abzulehnen ist eine wichtige Tat für eine grünere & offene Zukunft. Und eine, die du unbedingt tun musst. Gerade jetzt im Wahljahr kannst du die Zukunft einfach wie kaum sonst wo prägen! 

Wählen als Pflicht

Was machst du für eine bessere Welt? Hast du weitere Ideen für kleine (oder grosse) Taten, die wir alle umsetzen sollten?

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