Fair Fashion

5 Alternativen zu Fair Fashion

5 Alternativen zu Fair Fashion

Du findest →Fair Fashion blöd. Eher ein Marketing-Coup als echter Change. Und überhaupt sind dir →die Bauer in Indien und die →Böden in Bangladesch egal? OK. Wir könnten jetzt aufhören zu diskutieren. Oder ich zeige dir einfach mögliche Alternativen zu Fair Fashion. Denn vielleicht ist dir tatsächlich die Auswahl der Labels zu gering oder dein Budget ist wirklich eng oder du willst nicht immer nur bei deinen drei Lieblings-Fair-Fashion-Labels einkaufen.

Egal warum du auf der Suche nach guten Alternativen zu Fair Fashion Labels bist – hier wirst du fündig:

1. Second Hand

Kleidung aus zweiter Hand ist nicht nur super für einen individuellen Style (wer erinnert sich noch alles an →Carries einzigartige Garderobe und wie gekonnt sie Alt mit Neu kombinierte), sondern auch für Budget und Umwelt, denn nichts ist nachhaltiger als das Vermeiden des Verbrauchs neuer Ressourcen.

2. DIY

Ja, du hast richtig gelesen. Kleidung kann man selber machen: Nähen, Sticken & Stricken. Je nach Talent geht das mehr oder weniger gut. Nähen kann ich ein bisschen, so habe ich momentan tatsächlich zwei Kleidungsstücke im Schrank, die selbst gemacht sind UND die ich auch trage (Letzteres ist meistens fast die grössere Herausforderung). Nur zu gern würde ich mir einen Pulli Sticken, doch ich war damals im Handarbeitsunterricht so schlecht, dass ich es mir (noch) nicht zutraue. Lieber also ab und zu wieder was nähen. Ein neues Projekt ist schon geplant…

Kleidung aus biologischen Stoffen nähen

Biologische Stoffe & Wolle gibt es beispielsweise hier:

Noch nachhaltiger ist natürlich das Vernähen von Stoff (Altkleider, Vorhänge etc.) oder aus der Brockenstube.

Für Schnittmuster vertraue ich Burda, sie passen recht gut und die Modelle aus der →Easy Fashion sind wirklich gut machbar. Aber auch online finden sich für mutige und geübte zahlreiche Schnittmuster, von einfachen Anleitungen bis zu Designerschnitten ist im Web alles dabei.

Hier findest du Gratisanleitungen:

3. Neu kombinieren

Die Chance ist gross, dass dein Schrank bereits mehr als genug Kleidung für die nächsten paar Monate beherbergt. Warum ihn also nicht neu ordnen, Outfits zusammenstellen und die Klamotten, die man hat, neu kombinieren? Noch mehr Spass macht dieses «Shoppen im eigenen Kleiderschrank» mit einer kreativen Freundin.

Ein unterhaltsamer Buchtipp zum Thema ist der Klassiker «Ich kauf nix! Wie ich durch Shopping-Diät glücklich wurde

4. Kleidertauschen

Egal ob bei einer gross organisierten Tauschbörse oder zusammen mit Freunden und Kollegen: Kleidertauschen macht Spass und man findet fast immer einen Schatz bei den Altlasten von jemand anderen.

Damit das Kleidertauschen für alle eine Freude ist, gilt es vorher, die Regel zu klären – darf man nur ein Kleidungsstück nehmen, wenn jemand eines von sich genommen habt? Oder kann man so viele nehmen, wie man selber mitgebracht hat oder einfach, so viel man will? Mit meinen Freundinnen ist das alles sehr easy, bei und heisst es: Nimm, so viel du willst. Und natürlich: Prosecco!

5. Green Collections

Daria hat nachvollziehbar beschrieben, warum →die Conscious Collection von H&M nicht kaufenswert ist, das gilt natürlich auch für die grünene Kollektionen der anderen Fast Fashion Labels. Wenn aber schon Ausnahmen im nachhaltigen Konsum gemacht werden, dann bin ich doch für die weniger schlechte Ausnahme. Und es kann ja durchaus sein, dass man auf der Suche nach einem Samtrock verzweifelt und sich in das hübsche Stück von H&M Conscious verliebt (wobei →Lanius auch ganz tolle hat!) oder man einfach kaum nachhaltige Schwangerschaftsmode oder Plus-Size findet (beides kann ich nicht beurteilen). Trotzdem: Ich finde, der Kauf von «grünen» Kollektionen sollte ein grosse Ausnahme bleiben, denn sie sind →Greenwashing eines unnachhaltigen & asozialen Geschäftsmodell!

Vielleicht suchst du aber auch nur nach Alternativen zu Fair Fashion, weil du einfach noch keine tolle Labels gefunden hast? Dann schau dir doch meinen →Feminin Fair Fashion Guide Schweiz!

3 Comments

  • Reply
    Andrea
    14. Oktober 2018 at 11:35

    Geniale Alternativen!
    Gefällt mir enorm.

    • Kristina
      Reply
      Kristina
      29. Oktober 2018 at 11:32

      <3 tausend Dank fürs liebe Feedback!

  • Reply
    Windmeer
    17. Oktober 2018 at 17:35

    Eine schöne Zusammenstellung. Seit Anfang des Jahres kaufe nur noch neue Kleidungsstücke, wenn es unbedingt notwendig ist. Ich habe einfach viel zu viele Sachen, die ich selten oder nie trage. Momentan versuche ich dehalb, neu zu kombinieren oder auszusortieren. Neuanschaffungen sollen bei mir möglichst nachhaltig oder Second Hand sein. Leider bin ich für DIY nicht begabt genug, aber ich werde einige Dinge beim Schneider und Schuster verändern bzw. reparieren lassen.

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