persönlich

30 Dinge, die ich in 30 Jahren realisiert habe und 4 Dinge, die ich nie verstehen werde

Sicht auf Muscat vom Grand Hyatt

Blick in eine neue Dekade…

Ich bin ja nun schon ein paar Tage 30, der Wechsel in ein entscheidendes Jahrzehnt ist vollzogen. Was wird kommen, wie werde ich leben? Für mich ist die Zeit zwischen 30 und 40 eine spannende Periode – ich freue mich nicht nur darauf, zu sehen, was aus mir wird, sondern auch, welche Lebenswege meine Freund*innen einschlagen werden.

Und weil ich selber immer gerne lese, was andere so gelernt habe, habe ich mir gedacht, dass ich mal meine «Weisheiten» niederschreibe – ob ich überhaupt auf 30 Dinge kommen werden? On verra.

1: Go with the flow

Klar, die Richtung sollte man knapp kennen, aber ich persönlich halte nichts von grossen Plänen, sondern packe Chancen, wenn sich mir diese bieten und nehme das Leben, wie es sich ergibt. Bis jetzt fahre ich damit wunderbar.

2: Glück ist Einstellungssache

Klar, nicht nur. Aber am Ende entscheide ich darüber, wie ich mit den Dingen umgehe, die passieren. Und oft nervt man sich über Kleinigkeiten oder lässt sich wegen einer Faux-pas den ganzen Tag vermiesen. Nicht mit mir! Ich erfreue mich an der schönen Natur genau so wie den «Danke» meiner Gäste oder einem fruchtbaren Gespräch mit einer Freundin.

3: Ein gutes Körpergefühl entsteht durch Bewegung

4: Die Figur ist sekundär

In unserer Gesellschaft wird einem eingetrichtert, wie wichtig ein flacher Bauch und schöne Beine sind. Und auch wenn ich bei mir noch (viel) Verbesserungspotenzial sehe, →stresst es mich nicht mehr. Solange ich gesund bin (und ein gesundes Gewicht habe), hindert mich ein Speckröllchen zu viel weder beim Wandern noch Tauchen noch Flirten!

5: Beziehungen ändern sich

Freundschaften sind nicht mehr gleich wie vor 10 Jahren, alle verändern sich. Das ist zwar manchmal herausfordernd & traurig, aber eigentlich auch gut, weil es heisst, dass wir uns alle weiterentwickeln & mutig durchs Leben schreiten.

6: Fair Fashion ist einfach

Du glaubst das nicht? Dann klick hier:

7: Leben nach seinen Werten = wertvolles Leben

Seit ich mehr nach meinen Werten lebe, bin ich viel ausgeglichener. Denn auch wenn an einem Tag alles schief geht, kann ich am Abend in den Spiegel schaue und weiss: Ich lebe gut.

8: Vegan/vegetarisch ist kein Verzicht sondern ein Bereicherung

Eine Bereicherung für mein Gewissen, die Welt, meine Gesundheit, die Tiere und nicht zuletzt meine Essensvielfalt.

9: Die Schweiz ist ein Paradies – hinter den Fassaden bröckelt es aber

Ich liebe die Schweiz, die Natur, die «Leben-und-Leben-lassen»-Mentalität, die Mehrsprachigkeit & die kulturelle Vielfalt. Aber hinter der schönen Fassade bröckelt es: Seen werden beatmet, die Moore übersäuern, wir haben den höchsten Öl-Verbrauch Europas und produzieren pro am meisten Abfall von Europa. Menschen werden auf unbestimmte Zeit in geschlossene Ausschaffungslager gesteckt (ein menschenrechtlich umstrittener Zustand) und wir exportieren Waffen in (Bürger-)Kriegsländer und Diktaturen… Ich hoffe sehr, dass sich die Schweiz wieder vermehrt ihrer Verantwortung gegenüber den Menschen und der Natur bewusst wird. Bis es so weit ist, heisst es abstimmen, wählen, Initiativen und NGOs wie PublicEye und Amnesty International unterstützen!

10: Ein gutes Budget macht reich

Funktioniert das Budget, ist man auch ohne hohes Einkommen reich; kann alle Rechnungen zahlen, die Ferien geniessen, ab und zu gut essen gehen.

11: Spenden fühlt sich doppelt gut an

Geldspenden ist toll für die Sache und das Gewissen, logisch. Aber wer genug Geld «übrig» zum Spenden hat, wird sich automatisch bewusst, wie wahnsinnig gut es einen geht.

12: Menschen in einer festen Beziehung haben weniger Zeit

13: Alleine zu sein ist nicht bemitleidenswert

Dagegen muss ich immer wieder Einsprache einlegen. Natürlich ist eine feste Beziehung bereichernd, aber genau so steckt auch das Singleleben voller wunderbaren Momente!

14: Serien sind des Teufels ;)

Ich werde von jeder (gut gemachten) Serie süchtig und schaue darum keine mehr. TV und Netflix habe ich nicht und streame mir zum Entspannen eine Dok auf arte oder Tatort auf ard – so boring, I know.

15: Zum Sprachen Lernen ist es nie zu spät

Gut Englisch habe ich erst als Flight Attendant gelernt, Französisch parliere ich seit dem AuPair-Jahr und →Italienisch lerne ich neu seit diesem Sommer online. Sprachen verbinden, zeugen von Kultur und das Lernen ist eine schöne Challenge.

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Ich lerne Italienisch mit Babbel & kann dies wärmstens weiterempfehlen!

16: Kleine Schritte führen zum Erfolg

Seit ich meine →Lebensziele in kleine ToDos runterbreche, komme ich ihnen (fast) täglich näher.

17: Hobbies und Interessen ändern sich

18: Trockenblumen machen länger Freude

Einfach irgendwann das Wasser wegschütten und den Strauss trocknen lassen – schon hat mein schöne Blume, die noch ein paar Monate Freude bereiten.

19: Naturkosmetik gibt es in bunt & wasserfest

Wer hätte gedacht, dass ich sogar eine richtig wasserfeste Wimperntusche finde? Ich nicht! Und doch habe ich mit →Avocado von Ere Perez eine regenresistente Mascara gefunden – nächsten Sommer teste ich sie beim Limmatschwimmen.

20: Tägliche Nachrichten verweben sich zum grossen Ganzen

Ich höre jeden Tag «HeuteMorgen» – diese 15- bis 20-Minuten während des ersten Cafés helfen mir, die Welt zu verstehen und auch grössere Ereignisse im Kontext einzuordnen.

21: Eine kleine Wohnung kann funktional & schön sein

Durch verschiedene Lebensbereiche und grosszügige Möbel fühle ich mich in meiner 1-Zimmer-Wohnung genug wohl, um noch viele weiter Jahr hierzubleiben.

22: Alter schützt nicht vor Verletzlichkeit

23: Wer was erleben will, muss organisieren

Um was Neues zu erleben, muss man organisieren – den Städtetrip, die Skiferien, das Essen im Restaurant. Oft bleibt das immer an den gleichen Personen hängen. Aber ehrlich: Ich habe lieber einen kleinen Organisationsaufwand als keinen Spass! ;)

24: Radikale Ehrlichkeit wird überschätzt

25: Graue Haare sind rebellisch

Ich färbe mir die Haare aus verschiedenen Gründen nicht mehr. Wie oft meine Haare seitdem Gesprächsthema waren, kann ich gar nicht mehr abzählen. Nie hätte ich gedacht, dass eine nicht-alte Frau mit grauen Haaren in unsere Zeit noch solche Kontroversen auslösen.

26: Ohne meine Familie wäre ich nicht, wie ich bin

Meine Familie hat nicht nur meine Kindheit geprägt, sondern stärkt mich auch heute noch. Die zahlreichen Diskussionen in Kombination mit bedingungsloser Liebe ist etwas vom wertvollsten, dass man haben kann. Dafür bin ich heute (im Gegensatz zur abnabelnder Teenagerzeit) täglich dankbar.

27: Weniger Regale bedeuten weniger putzen

Ich bin ein Putzmuffel und verstaue meine Sachen lieber im Schrank oder Sideboard als wöchentlich ein hübsches Regal abstauben zu müssen.

28: Online-Shopping ist oft aufwändiger als gedacht

Mal abgesehen, dass man schöne Second-Hand-Schätze einfach besser offline findet, muss man nach getanem Online-Shopping zuerst geduldig auf die Ware warten, das Paket nach verpasster Lieferung bei der Post abholen gehen. Dann entweder zurückschicken oder das Karton horten und hoffen, nicht die Kartonabfuhr zu verpassen. Da ist ein Shoppingnachmittag durch Zürichs Fair-Fashion-Shops und Second-Hand-Boutiquen wesentlich entspannter!

29: Unter Wasser verbirgt sich ein Universum

Beim Tauchen habe ich nochmals eine neue Welt entdeckt – so verrückt, faszinierend, bunt & spannend. Unglaublich schön!

30: 30 Dinge aufzuschreiben sind schwieriger als gedacht

… es bleibt also noch viel zu lernen!

Und vier Dinge, die ich nie verstehen und goutieren werde:

1: Die deutschen Fälle

Ich weiss, hier im Blog wimmelt es von Fallfehlern. Aber ich kann sie einfach nicht; habe schon verschieden Übungen dazu gemacht, die Regeln regelmässig nachgelesen etc. Es hilft alles nichts.

2: Stillstand

Ich habe grosse Mühe damit, wenn Menschen sich für Stillstand entscheiden. Keine neuen Inputs mehr, nur noch in der immer kleiner werdende Komfortzone rumdümpeln – ich weiss, es tangiert mich nicht und ich sollte Toleranz (oder zumindest Gleichgültigkeit) walten lassen. Aber das geht so was gegen mein Verständnis, dass ich es nicht kann.

3: Abhängigkeit

Zu viel Abhängigkeit, emotional wie finanziell, ist ungesund. Das sehe ich bei mir und bei anderen. Darum bin ich immer bestrebt, bei mir zu bleiben und mich nicht für andere Menschen oder Zwecke aufzuopfern.

4: Unhöflichkeit

In meinem Job sehe ich täglich, wie anstandslos die Menschen (geworden?) sind. Und zwar Alte genau so wie Junge – die schlechte Laune wird an Fremden ausgelassen, höfliche Worte wie «bitte», «Danke» oder ein einfacher Gruss sind zu viel verlangt. Hinter sich lässt man Chaos liegen, verschmutztes Interieur, Abfall überall – egal irgendwer putzt dann schon… Einfach unmöglich, oder?!

Was hat du in den letzten Jahren alles gelernt & erkannt?

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2 Comments

  • Avatar
    Reply
    Marlene
    20. November 2019 at 06:44

    Du hast ein paar Punkte erwähnt die ich da gleich so unterschreibe. Ich lese solche Lusten sehr gerne und verrät sehr viel von einem Memschen. Dich hab ich gleuch so eingeschätzt. Wie immer super symphatisch. Ach ja was soll ich sagen mit meiner Schreib schwäche. Das sind kleine Mankos an uns. Und jeder hat die und machen uns schlussendlich einzigartig. Liebe Grüsse Marlene

    • Kristina
      Reply
      Kristina
      2. Dezember 2019 at 09:46

      Danke für den Kommentar, liebe Marlene! Und genau, kleine Schwächen machen uns menschlich & sympathisch <3

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